Wer Bilder professionell an KundInnen ausliefert, stößt früher oder später auf zwei Namen: picdrop und scrappbook. Beide Anbieter kommen aus Deutschland und bieten gute Onlinegalerien. In vielem sind sie sich ähnlich. Der Unterschied steckt wie immer im Detail. In unserem Vergleich stellen wir sie ehrlich nebeneinander, ohne Superlative und ohne „Nummer-1”-Ranking. So kannst du selbst entscheiden, welches Tool zu deiner Arbeit passt.
Kurz gesagt
- picdrop ist auf die professionelle Bildauslieferung ausgelegt und unterstützt Dateiformate wie RAW, PSD und TIFF, Feedback direkt im Bild inklusive Scribbles, den Export von Auswahllisten für Lightroom, Capture One und andere Tools sowie die Zusammenarbeit im Team.
- scrappbook setzt den Schwerpunkt auf den Verkauf von Prints und Fotoprodukten. Dazu gehören ein Print-Shop, Laboranbindungen, Nachbestellungen und Marketing-Automatisierungen.
- Bei den grundlegenden Galerie-Funktionen, der Bildauswahl und beim Datenschutz liegen beide Angebote nah beieinander. Beide Unternehmen kommen aus Deutschland und bieten Favoriten, Kommentare am Bild, Ablaufdaten für Galerien, Passwort- und Wasserzeichenschutz sowie einen AVV.
Die Faustregel: Für die professionelle Auslieferung von Kundenaufträgen ist picdrop der Spezialist. Wenn der Verkauf von Prints und Fotoprodukten eine wichtige Einnahmequelle ist, spielt scrappbook seine Shop-Funktionen aus.
Wo sich picdrop und scrappbook unterscheiden
Vieles können beide: Onlinegalerien, Favoriten, Textkommentare am Bild, Ablaufdaten, Passwort- und Wasserzeichenschutz, deutsche Server und einen AVV. Die wichtigsten Unterschiede liegen in fünf Bereichen. Welcher davon für dich entscheidend ist, hängt von deiner Arbeitsweise ab.
1. Dateien und Formate: picdrop unterstützt RAW-, PSD-, TIFF- und JPEG-Dateien sowie Videos im MP4-Format. Damit kannst du auch Originaldateien und professionelle Arbeitsformate ausliefern. scrappbook ist auf JPEG-Dateien ausgerichtet und unterstützt laut Anbieter keinen RAW-Upload. Vor dem Hochladen müssen entsprechende Dateien daher zunächst in JPEG umgewandelt werden. Das wird vor allem dann relevant, wenn deine KundInnen oder andere Beteiligte mit den Originaldateien weiterarbeiten, zum Beispiel in Bildredaktionen, Agenturen oder der Retusche.
2. Feedback direkt im Bild: Neben Favoriten, Farbmarkierungen und Textkommentaren bietet picdrop sogenannte Scribbles. Damit können du und deine KundInnen direkt im Bild arbeiten: einzelne Stellen per Punkt markieren oder Anmerkungen frei mit dem Stift einzeichnen. So lassen sich Retusche-Wünsche genau dort platzieren, wo sie umgesetzt werden sollen. Bei scrappbook erfolgt das Feedback am Bild laut Anbieter über Textkommentare.
3. Export in die Bildbearbeitung: picdrop exportiert eine getroffene Auswahl als Dateinamen-Liste in verschiedenen Formaten. Damit findest du die ausgewählten Bilder in Lightroom, Capture One und vielen anderen Bearbeitungstool schnell wieder. scrappbook bietet laut Anbieter einen Export für Lightroom.
4. Team und Zusammenarbeit: Ab dem Advanced-Tarif kannst du bei picdrop mit mehreren Teammitgliedern zusammenarbeiten und indiviuelle Rechte vergeben. Für größere Teams gibt es zusätzlich Business- und Enterprise-Tarife. So eignet sich picdrop auch für Studios, Agenturen und Teams, die gemeinsam Galerien verwalten und KundInnen betreuen. scrappbook ist dagegen stärker auf die Arbeit einzelner FotografInnen ausgerichtet.
5. Verkauf oder Auslieferung: scrappbook bietet umfangreiche Verkaufsfunktionen. Dazu gehören ein Print- und Digital-Shop, Laboranbindungen, ein KI-Fotobuch, an dem du mitverdienst, und Marketing-Automatisierungen. Wenn der Verkauf von Prints, Alben und anderen Fotoprodukten ein wichtiger Teil deines Angebots ist, ist das eine klare Stärke. picdrop konzentriert sich dagegen auf die Auslieferung von Kundenaufträgen, die Abstimmung im Bild und einfache Freigaben. Freigegebene Bilder und Dateien können anschließend heruntergeladen werden.
picdrop und scrappbook im Direktvergleich
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
| picdrop | scrappbook | |
|---|---|---|
| Ideal für | FotografInnen & Teams, die Kundenaufträge ausliefern; Commercial, Editorial, Hochzeit, Portrait; Studios, Agenturen und Unternehmen | FotografInnen, die (zusätzlich) mit Prints & Fotoprodukten verdienen; Hochzeit, Familie, Portrait, Schul- und Eventfotografie |
| Unterstützte Bildformate | RAW, PSD, TIFF, JPEG | Auf JPEG ausgerichtet; laut Anbieter kein RAW-Upload |
| Feedback | Textkommentare, Farbmarkierungen und Scribbles (Zeichnungen und Punktmarkierungen) direkt im Bild, z. B. Retusche-Anweisungen | Textkommentare am Bild, laut Anbieter |
| Export der Bildauswahl | Dateinamen-Listen in verschiedenen Formaten für Lightroom, Capture One und weitere Tools | Lightroom, laut Anbieter |
| Versionierung | Ja | Nein |
| Team- und DAM-Funktionen | Ja, ab dem Advanced-Tarif; gemeinsames Arbeiten, Teammitglieder und Rechteverwaltung | Auf einzelne FotografInnen ausgerichtet |
| Print- und Digital-Shop, Laboranbindung | Fokus auf Auslieferung, Freigabe und Download; aktuell kein Shop | Shop, Labore, Fulfillment und Marketing-Automatisierung |
| Galerie-Funktionen | Favoriten, Passwortschutz, Wasserzeichen, Ablaufdatum und kein Kundenkonto nötig | Favoriten, Passwortschutz, Wasserzeichen, Ablaufdatum und kein Kundenkonto nötig |
| Video | MP4 | MP4 |
| Am Markt seit | 2012 | 2017 |
| Serverstandort und AVV | Deutschland, AVV möglich | Deutschland, AVV möglich |
| Kostenlos testen und Free-Tarif | 14 Tage voller Advanced-Funktionsumfang, Free-Tarif verfügbar | 14 Tage, Free-Tarif verfügbar |
| Preis bei monatlicher Abrechnung | Ab 17,99 € pro Monat | Ab 19 € pro Monat, mindestens drei Monate |
| Preis mit unbegrenzten Galerien bei monatlicher Abrechnung | Ab 17,99 € pro Monat | Ab 39 € pro Monat |
Alle Preise verstehen sich netto. Die Angaben zu scrappbook basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen des Anbieters, abgerufen im August 2026. Preise und Funktionen können sich jederzeit ändern. Maßgeblich sind die Angaben auf der jeweiligen Anbieterseite.
Wann picdrop die bessere Wahl ist
picdrop passt gut zu dir, wenn:
- du mit professionellen Dateiformaten wie RAW, PSD oder TIFF arbeitest und deine KundInnen die Originaldateien benötigen,
- du präzises Feedback direkt im Bild sammeln möchstest,
- du Auswahlen einfach in Lightroom, Capture One oder andere Bildbearbeitungstools übernehmen willst,
- du mit mehreren Personen zusammenarbeitest, Galerien gemeinsam nutzt, und Teamkonten sowie individuelle Rechte benötigst,
- die schnelle und übersichtliche Auslieferung deiner Kundenaufträge wichtiger ist als ein integrierter Verkaufskanal.
- dir Datenschutz aus Deutschland und ein direkt abschließbarer AVV wichtig sind.
Wann scrappbook besser passt
scrappbook passt besser, wenn der direkte Bildverkauf ein wichtiger Teil deines Geschäfts ist.
Das gilt besonders, wenn:
- du mit Prints, Alben und Fotoprodukten einen relevanten Teil deines Umsatzes erzielst,
- du Shop, Laboranbindung, Nachbestellungen und Marketing-Automatisierungen in einem System nutzen möchtest,
- du fertige JPEGs auslieferst und deine Galerie gleichzeitig als Verkaufskanal einsetzen willst.
Machst du beides, also bezahlte Auftragsarbeit und zusätzlichen Produktverkauf, entscheidet vor allem dein Schwerpunkt. Steht der Print-Umsatz im Mittelpunkt, sind die Verkaufsfunktionen von scrappbook wahrscheinlich wichtiger für dich. Geht es vor allem um Auslieferung, Abstimmung und Freigaben, ist picdrop darauf spezialisiert.
Erprobt seit 2012
picdrop gibt es seit 2012. Entstanden ist das Tool aus einem konkreten Problem im Arbeitsalltag: Gründer Andreas Chudowski, selbst professioneller Fotograf, suchte nach einem besseren Weg, Bilder an Magazin- und WerbekundInnen zu übergeben.
Seitdem wurde picdrop kontinuierlich für die professionelle Bildauslieferung und Abstimmung weiterentwickelt. Heute nutzen FotografInnen, Kreative und Teams die Plattform, über die bereits mehr als eine Milliarde Bilder und Videos verschickt wurden.
Ein eingespieltes Team in Berlin entwickelt picdrop laufend weiter. Der Fokus liegt dabei bis heute auf einer einfachen, verlässlichen und professionellen Auslieferung.
Datenschutz und Serverstandort
Beim Thema Serverstandort liegen beide Anbieter nah beieinander.
picdrop wird von der PicDrop GmbH mit Sitz in Berlin betrieben. Die Daten werden auf Servern in Deutschland verarbeitet. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO kannst du direkt in deinem Account unter „Payments & Legal“ abschließen.
scrappbook wirbt ebenfalls mit deutschen Servern und der Möglichkeit, einen AVV abzuschließen.
Beim Thema deutsche Server und AVV musst du dich zwischen picdrop und scrappbook daher nicht entscheiden.
Wechseln? Unkompliziert.
Für einen Test musst du nichts aufwendig migrieren. picdrop läuft vollständig im Browser: Galerie anlegen, Bilder hochladen, Link teilen, fertig. Galerien lassen sich auch nach dem Versand bearbeiten. Du kannst Bilder ergänzen oder aktualisieren, ohne jedes Mal einen neuen Link zu verschicken.
Teste picdrop einfach parallel bei deiner nächsten echten Kundenauslieferung. Wenn es zu deiner Arbeitsweise passt, kannst du direkt dabeibleiben.
Teste picdrop 14 Tage lang mit vollem Funktionsumfang, kostenlos und ohne Kreditkarte.
Dieser Vergleich dient der sachlichen Orientierung. Die Angaben zu Wettbewerbern basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der jeweiligen Anbieter mit Stand August 2026 und können sich jederzeit ändern.
Häufige Fragen
Hier findest du Antworten auf häufige Fragen zu picdrop und scrappbook.
picdrop oder scrappbook: Welche Lösung passt zu mir?
Das hängt davon ab, worauf es bei deiner Arbeit ankommt. picdrop ist besonders stark bei professionellen Dateiformaten wie RAW, PSD und TIFF, bei Feedback über Farbmarkierungen und Scribbles direkt im Bild, beim Export in verschiedene Bearbeitungstools und bei der Zusammenarbeit im Team. Damit eignet sich picdrop vor allem für die professionelle Auslieferung und Abstimmung von Kundenaufträgen.
scrappbook passt besser, wenn du zusätzlich mit dem Verkauf von Prints und Fotoprodukten verdienen möchtest. Dafür bietet das Tool unter anderem einen integrierten Shop und eine Laboranbindung.
Kann ich RAW-Dateien mit picdrop teilen?
Ja. picdrop unterstützt RAW-, PSD-, TIFF- und JPEG-Dateien sowie Videos im MP4-Format. Das ist besonders praktisch, wenn deine KundInnen oder andere Beteiligte mit den Originaldateien weiterarbeiten, etwa in Bildredaktionen, Agenturen oder der Retusche.
scrappbook unterstützt laut Anbieter keinen RAW-Upload und ist auf JPEG-Dateien ausgerichtet.
In welche Bildbearbeitungstools kann ich die Auswahl exportieren?
picdrop exportiert deine Auswahl als Dateinamen-Liste in verschiedenen Formaten. So findest du die ausgewählten Bilder schnell in Lightroom, Capture One und vielen weiteren Bearbeitungstools wieder.
scrappbook bietet laut Anbieter einen Export für Lightroom.
Wie lange gibt es picdrop schon?
picdrop wurde 2012 in Berlin von einem professionellen Fotografen und einem Designer gegründet und ist seit 2014 öffentlich verfügbar. Heute nutzen mehr als 200.000 Kreative die Plattform. Insgesamt wurden darüber bereits mehr als eine Milliarde Bilder und Videos verschickt.
Damit gehört picdrop zu den langjährig erprobten Lösungen für die professionelle Bildauslieferung.
Wo werden meine Daten gespeichert?
Deine Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert. picdrop wird von der PicDrop GmbH mit Sitz in Berlin betrieben. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO kannst du direkt in deinem Account abschließen.
Was kostet picdrop?
picdrop bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif. Der Pro-Tarif startet bei 14,99 Euro pro Monat. Für Studios und Teams gibt es außerdem Advanced für 39,99 Euro, Business für 99,99 Euro sowie Enterprise mit individuellen Konditionen.
Alle Preise verstehen sich netto. Sämtliche Advanced-Funktionen kannst du 14 Tage lang kostenlos testen.