PicDrop, Corona und das Home Office

PicDrop Team winkt

»Hallo, hier schreibt Dir Tobi von PicDrop!«

Seit April 2020 fange ich so die meisten Mails an, die ich im Support an Fotograf:innen sende, die Fragen und Ideen zu PicDrop haben. 

Nach mehreren Jahren Selbständigkeit als Fotograf wollte ich endlich wieder in einem Team mit netten Menschen zusammen arbeiten und hatte mich daher bei PicDrop beworben. Kurz nachdem ich Anfang März 2020 meinen Arbeitsvertrag unterschrieb, kam – zack – der erste Lockdown. Schon vorher hat sich bei PicDrop das ganze Team ins selbst auferlegte Home Office geschickt, um kein unnötiges Risiko einzugehen.

Ich habe also nicht nur den Wechsel vom normalen Arbeiten ins Home Office mitgemacht, sondern bin in einen komplett neuen Job gestartet, ohne auch nur einen einzigen Tag mit meinen neuen Kolleg:innen im Büro verbringen zu können. Natürlich hatte ich mir den Start im Support-Team etwas anders vorgestellt. Die Unterlagen, die ich am 01.04. mit ins Büro nehmen wollte, waren schon zurechtgelegt. Stattdessen kam mein neues PicDrop-MacBook für das digitale Onboarding bei mir Zuhause an.

Inzwischen, fast ein Jahr später, ist es auch von staatlicher Seite ganz offiziell: Die gesetzliche Verordnung zur Arbeit im Home Office ist da, um die weitere Verbreitung des Corona-Virus einzuschränken. Für uns bei PicDrop und auch für alle Nutzer:innen bedeutet das nach all der Zeit zum Glück keine Veränderung. Abgesehen von der Tatsache, dass wir uns mit großen Schritten dem 1. Jahrestag unseres vollständigen Wechsels ins remote working nähern. Seit Mitte März 2020 steht unser Office in Berlin tatsächlich fast durchgehend leer und wird nur vereinzelt genutzt, um so analoge Dinge wie den Empfang von Briefen zu regeln oder in Absprache mit dem restlichen Team alleine einen Tag im Office zu verbringen. (Stichwort: Tapetenwechsel) 

Im Team bei PicDrop schätzen wir das Arbeiten im Home Office schon seit langem genauso wie das Arbeiten im »echten« Office. So steht es auch auf unserer öffentlichen Team-Seite für alle aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter:innen.

Trotzdem waren wir (auf beiden Seiten) natürlich etwas zögerlich und skeptisch, ob der Start in einen neuen Job so ganz ohne den Kontakt in der echten Welt reibungslos funktionieren kann. Aus unserer jetzigen Erfahrung kann das sogar sehr gut funktionieren, wenn dabei ein guter Plan für das Technische UND für das Persönliche besteht. 

Technisch waren wir bei PicDrop zum Glück schon ganz gut vorbereitet. Tools wie Asana, Slack, Miro und Figma waren auch schon vor dem Lockdown ein wichtiger Teil der täglichen Arbeit. Trotzdem hat es noch einige Zeit gedauert, bis dann auch das letze Post-It von unsere Planungswand seinen Weg als digitales Post-It auf ein digitales Whiteboard gefunden hat. Auch schon vor Corona hat sich PicDrop der asynchronen Kommunikation verschrieben. Darin sind wir mittlerweile richtig gut geworden. Dennoch wären wir ohne den Lockdown auch hier sicher nicht so weit, wie wir es jetzt sind. 

Viel wichtiger als die digitalen Strukturen habe ich jedoch die menschliche Komponente empfunden, damit der Wechsel ins Home Office funktioniert. Wo früher eine Mittagspause automatisch frei von Arbeit und Meetings war, rutschte uns anfangs gerne mal ein Videocall rein. Am Abend merkt man, dass man glatt vergessen hat, eine Pause zu machen. Als wir das erkannt haben, konnten wir darauf reagieren: Die Zeit zwischen 12 und 14 Uhr ist bei uns inzwischen eine Meeting-freie Zeit. Viele von uns nutzen sie neben dem Mittagessen auch für ihren Corona-konformen-Spaziergang im Kiez. 

Was mir nach ein paar Monaten im Home Office aufgefallen ist: natürlich habe ich meine neuen Kolleg:innen nicht ganz so schnell kennen gelernt, wie das im Büro der Fall wäre. Es fehlt eben das gemeinsame Warten an der Kaffeemaschine oder der geteilte Weg zur nächsten U-Bahn-Station. Aber auch das lässt sich ganz gut ins Digitale verlagern, sobald die Erkenntnis da ist, dass da etwas fehlt. Was mir dabei am besten gefallen hat

  • fest eingeplante Video-Calls mit den engsten Kolleg:innen, in denen explizit auch Zeit eingeplant ist, thematisch abzuschweifen
  • Gemeinsames Malen und Musikhören
  • das gemeinsame Online-Frühstück vor unserem monatlichen Team-Meeting
  • die zweiwöchige PicDrop Foto Challenge, bei der jede:r ein Foto aus den letzten zwei Wochen einreicht 
  • die Online-Weihnachtsfeier, zu der ein Kurierdienst jedem von uns das passende Essens- (und Wein-) Paket geliefert hat

Als wichtigsten Punkt haben wir aber alle gelernt, dass es aktuell vollkommen OK ist, wenn wir nicht ganz so performen wie in normalen Zeiten. Wenn das alle im Team wissen, sich bei anderen darauf einstellen und es auch für sich selbst zulassen, ist ein großer Stressfaktor aus dem Home Office-Alltag schon mal reduziert.  

Die Unterlagen, die ich im April 2020 mit ins Office nehmen wollte, liegen übrigens immer noch hier neben mir, auch wenn sie längst als PDF ins voll digitale Office gewandert sind. 

Natürlich freue ich mich aber darauf, sie eines Tages persönlich ins Office zu bringen und einen echten Kaffee mit den Kolleg:innen zu trinken. Aber aus dem Zettel »01.04.2020 ins Office mitnehmen« ist inzwischen ein vorsichtig optimistisches »irgendwann 2021« geworden. 

Mehr dazu, wie wir arbeiten, kannst du übrigens auf picdrop.team lesen.